Mohn macht nicht dumm!

Mögt ihr Mohnkuchen? Ich liebe ihn schon immer. Obwohl meine (angeheiratete :0D) Tante nicht müde wurde, mir stets und ständig die sachliche Information „Mohn macht dumm.“ ins Ohr zu flüstern, hielt mich das nicht davon ab, auch noch jeweils Stück Zwei und Drei zu verdrücken. Luftiger dünner Boden, matschiger Mohnpamps und oben drauf eine dicke Schicht Zuckerguss -> ein Stück heile Kindheitswelt.

Später habe ich einen eigenen Mohnkuchenfavorit kreiert, der der Knaller auf jeder Familienkaffeetafel war. Der beinhaltete allerdings zwei Becher Schmand und hat somit sein Favoritendasein verspielt. (Derzeit überlege ich noch, wie ich ihn vernünftig veganisieren kann.)

   
 

Gestern habe ich zum ersten Mal diesen veganen Mohn- Streuselkuchen gebacken und bin total begeistert! Das Originalrezept findet ihr auf Tines veganer Backstube. Die Rezepte dort sind eine wundervolle Inspiration und leicht auf eigene Bedürfnisse abzustimmen. Ich habe natürlich weder weißen Zucker noch Weizenmehl genommen und überhaupt die Süße stark reduziert, mich aber prinzipiell an das Rezept gehalten. Das Ergebnis war hammerlecker und kam auch bei unseren nichtveganen Freunden gut an.

Und so habe ich den Kuchen gemacht:

  1. Zuerst habe ich einen Hefeteig hergestellt. Ich habe nur die Hälfte der Zutaten des Originalrezeptes verwendet, weil ich mehr Wert auf den Mohngeschmack lege. Also verarbeitete ich 125ml Hafermilch, 1 Päckchen Trockenhefe, 250g Vollkorndinkelmehl, 50g Vollrohrzucker, 50g Alsan Bio und eine Prise Salz zu einem geschmeidigen Teig, den ich etwa eine Stunde gehen ließ.
  2. Währenddessen bereitete ich die Mohnfüllung vor. Hier übrigens die komplette Menge, also wie im Original.  Zwei TL wurden mit 300ml Hafermilch verrührt, dazu habe ich 50g Vollrohrzucker und 200g Mohn gegeben. Die Masse habe ich kurz aufgekocht und dann abkühlen lassen.
  3. Die Streusel waren leicht gemacht: nach Gefühl habe ich Vollrohrzucker, gemahlene Haselnüsse, Dinkelmehl und Alsan Bio mit den Händen vermischt und in den Kühlschrank gestellt. 
  4. Wenn der Hefeteig gut aufgegangen ist, wird er noch einmal geknetet und doppelt so groß wie das Blech ausgerollt. Etwa auf die Hälfte habe ich die Mohnmasse verstrichen, dann den Teig darüber geklappt und das Ganze auf Blechgröße ausgerollt. Am besten, man legt den Teig von Anfang an auf eine Backmatte o.ä.
  5. Nachdem die Streusel verteilt wurden, kam der Kuchen für 40min bei 150°C Umluft in den Ofen.
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Green Smoothie aus der Biotonne

  Gehört ihr auch zu denjenigen, die beim Kauf von Kohlrabi, Radieschen und Möhren die Blätter abknibbeln und in die bereitstehende Tonne werfen? Dann habe ich hier einen Tipp  für euch:

 
Nehmt aus der Gemüseabteilung mit, was ihr an Aussortiertem (und Essbarem) kriegen könnt. Am besten natürlich aus dem Biomarkt. Das kostet euch keinen Cent und ist vielfältig verwendbar. Man fällt auch gar nicht weiter auf, es ist ja vollkommen normal, diese Art Abfälle für die im Haus lebenden Nagetiere mitzunehmen. 

Ihr könnt das klein geschnittene Blattgrün als Suppenwürze oder pur auf’s Brot oder so wie ich hier für den Smoothie verwenden.

  
Nachdem ich die Blätter gewaschen und die groben Stiele entfernt habe, püriere ich sie im Mixer mit Wasser zu einer feinen Masse, die ich dann in eine Eisform gieße. So bleibt es länger haltbar, lässt sich perfekt portionieren und ich mag es besonders im Sommer total gern, tiefgefrorenes Obst oder Gemüse in meinem Smoothie zu haben. 

Die Blöcke werfe ich dann mit etwas Spinat, vielen frischen Kräutern und einer Banane in den Mixer.

Es schmeckt himmlisch und ist unglaublich erfrischend. Mir gibt diese Art Smoothie über mehrere Stunden hinweg eine angenehm unaufgeregte Energie. Zudem löscht er praktisch jede Naschlust.

Natürlich ist der Smoothie je nach Belieben veränderbar.  

Möhren oder Möhrensaft passen ganz hervorragend, die Banane lässt sich durch Ananas oder Birnen ersetzen. Mir ist inzwischen sehr wichtig, dass der grüne Anteil höher ist; sonst schmeckt es mir nicht und ich erfahre auch keinen annähernd so intensiven Energieschub. 

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Die Aliens sind gelandet

Interessiert und neugierig nahm ich gestern Abend zur Kenntnis, dass der hiesige GLOBUS ein Regal für vegane Produkte frei geräumt hat. Da gab es ein wenig von allem, einiges von vantastic-foods, Veganz etc. Nicht besonders hübsch gemacht, einfach ein Regal, aber wenigstens zentral gelegen. Die meisten Produkte kannte ich aus dem Veganz und ehrlich gesagt war ich nicht sonderlich beeindruckt, weil ich Fake- Fleisch ziemlich ekelhaft finde ( Habt ihr schon mal das vegane Entenfleisch aus dem Glas gesehen? Ich dachte, mich trifft der Schlag.) und auch sonst kein Industriefutter mag/ brauche. Genau davon lag aber einiges da. Viel Soja, viel Zucker…

Beim Süßkram habe ich ein Auge zugedrückt und den Kaufrausch meines Liebsten nicht unterbrochen ( meine Seite der Medaille). Die BIANCO DI SOIA hat uns GLOBUS netterweise geschenkt, weil die Dame an der Kasse den Preis nicht wusste und ihr Telefonservice auch keine Hilfe war.

  
(Der Spekulatius- Aufstrich ist so lecker, den kaufe ich mit Sicherheit nie wieder.)

Brauche ich ein veganes Regal? Nein! Und ein wenig besorgt bin ich auch über die derzeitige Entwicklung in den Supermärkten. Mir wären korrekte Deklarationen lieber als Sonderregale, in denen nur Trendfutter angeboten wird. Das vegane Angebot ist viel größer als es dort den Eindruck macht und ich verstehe wirklich nicht, warum so viele Firmen zu träge sind, ein V auf ihre Verpackungen zu drucken. Den Omnivoren würde es nicht stören, für Veganer wäre das Einkaufen wesentlich angenehmer.

Für mich ist der Himmel auf Erden sowieso die Obst- und Gemüse- Abteilung, die beim GLOBUS auch wirklich vom Feinsten ist. Dann noch ein paar Körner und Samen, Pflanzenmilch, Öl und Essig und ich bin durch. 

Neben dem Vegan- Regal hat GLOBUS einen Aufsteller platziert, in dem sich folgender Handzettel befand:

  
Ich nehme stark an, der Flyer ist nicht für Veganer gedacht; die dürften ja längst wissen, was dort verkündet wird. Nein, hier handelt es sich um einen Aufklärungsversuch für Allesesser, auf dass sie ihre vegan lebenden Mitmenschen verstehen, tolerieren und in ihre Mitte nehmen mögen. Eine mächtiger werdende Konsumentengruppe drängt sich in die Märkte, wir müssen Platz machen :0) 

Wie seht ihr das Thema „Vegane Ersatzprodukte im Supermarkt“? Ich habe gestern bei Facebook eine Meldung von PETA gelesen, in dem die Veganer darum gebeten worden, das Angebot in den Supermärkten auch zu nutzen, damit es letztendlich erweitert wird. Aber geht das nicht ein wenig in die falsche Richtung? Überlassen wir damit nicht den Märkten eine Vorauswahl, die wir selbst besser treffen könnten? Lenkt es nicht ab von der Forderung, die Produkte klarer zu kennzeichnen? Erschlaffen Veganer durch solcherart Bauchpinselung nicht in ihrer Kritikfähgkeit?

Ich bin unheimlich gespannt auf eure Meinung :0)

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Erdbeer- Joghurt- Kuchen (vegan)

  

Die Idee für diesen Kuchen geistert schon seit Wochen in meinem Kopf herum, heute habe ich ihn endlich einmal in Angriff genommen und bin total begeistert. Er ist wirklich lecker, kinderleicht zu machen und fast nur gesund ;0)

Zuerst habe ich einen Becher Soja- Joghurt (500g) mit 3-4 EL Chiasamen verrührt und in den Kühlschrank gestellt.

Dann habe ich den Boden gemacht: 

  • 1,5 Tassen Dinkelvolkorn
  •  1 Tüte Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Öl
  • 1/4 Tasse Vollrohrzucker
  • Wasser nach Gefühl
  • 1 TL Apfelessig

habe ich zusammen gerührt, den Teig in eine Springform gegeben und bei 180° 20min backen lassen.

  

 

  1. Hier habe ich den Boden begradigt. Das nächste Mal würde ich wohl blind backen.
  2. Die Chia- Joghurt- Masse verteilte ich gleichmäßig auf dem Boden.
  3. Erdbeeren ;0)

 
Für den Guss habe ich ein paar Erdbeeren mit Wasser, ein wenig Minze und etwas Maisstärke und Vollrohrzucker vermixt, das Ganze kurz aufkochen lassen und dann vorsichtig über die Erdbeeren gegeben.

Nachdem der Kuchen noch eine halbe Stunde im Kühlschrank verbracht hatte, war er servierbereit:

  
Ich habe noch ein Stückchen vegane Schokolade darüber gerieben, das muss aber eigentlich nicht sein.

Der Kuchen ist sehr erfrischend und lecker. Beim Joghurt könnt ihr natürlich nach Vorliebe variieren. Ich werde das nächste Mal der Kokosjoghurt von Provamel verwenden. Wichtig ist nur, dass ihr genug Chiasamen einrührt, sodass er auch fest bleibt.
 

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Mein Balkonprojekt „Partielle Selbstversorgung“ 1.5

Neuzugänge

Seit neuestem mutiere ich in Gartenmärkten zur echten Shoppingqueen -> viel kaufen in kürzester Zeit. Leider ist aber, wie ihr ja wisst, der freie Platz auf meinem Balkon praktisch nicht vorhanden, also habe ich den Korb murrend wieder ausgeräumt und lediglich drei Sahnestückchen drin gelassen, die da wären:

  
Kennt ihr Lakritz- Tagetes? Ich kannte es nicht, musste aber natürlich im Gartenmarkt davon kosten und war regelrecht geflasht.  Das Kraut schmeckt original wie Lakritzschnecken! Ideal für Tee, Kräuterlikör, Salate, aber am besten einfach pur vom Topf in den Mund! 

 
…direkt von der Pflanze genascht oder in den Salat geschnippelt… Jawoll, so will ich das!

 Ich habe tatsächlich vergessen, Estragon anzupflanzen. Das habe ich nun nachgeholt. Kräuter kann ich nicht genug haben. Ich verwende sie für fast jedes Gericht und lerne dabei, was passt und was nicht. Dazu aber das nächste Mal mehr.
Hier noch ein kleiner Tipp, wie ihr Blatt- und Schildläuse oder rote Spinnen effektiv, umweltfreundlich und biologisch bekämpfen könnt:

  
Ich kaufe die Seife schon seit Jahren regelmäßig und benutze sie für eigentlich alles. Zum Putzen, als Hundeshampoo, zum Abwaschen, als Duschgel und Shampoo. Die Blattläuse, die sich ohne zu fragen auf meinem Schnittlauch breit gemacht haben, brauchte ich nur einmal mit einer Lösung zu besprühen und das Problem war gelöst. 

Habt eine schöne Woche :0)

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Sauce Hollandaise in besser

  

Ich gebe zu, trotz des kitschigen Rahmens sieht das von mir abgelichtete Essen nicht sonderlich lecker aus. Doch ich schwöre: Es schmeckt zum Hineinlegen.

 Die Kartoffeln und den Blumenkohl habe ich gedämpft und mit Gute Laune gewürzt, die runden Teile sind gepufftes Quinoa mit Olivenöl und Meersalz vermengt.

Das wirkliche Hochlicht allerdings ist die unfassbar leckere Soße, die einen wieder einmal daran erinnert, dass „vegan“ einfach immer besser schmeckt. Und dazu ist sie fix und einfach zubereitet:

  1. Zuerst habe ich einen Esslöffel Alsan Bio im Topf geschmolzen, einen Esslöffel Dinkelmehl zugegeben und gut verquirlt.
  2. Sodann gab ich das Spargelwasser und einen Esslöffel Cashewmus hinzu und ließ alles vorsichtig und unter ständigem Rühren aufkochen.
  3. Zum Würzen gab ich einige Blätter Zitronenverbene, einen Schuss Zitronensaft, einen Löffel gekörnte Brühe sowie Zaubersalz hinzu.

Ab hier ist die Soße fertig und für meine Begriffe perfekt, aber wer mag, kann natürlich noch Sojasahne hinzu geben. Schmeckt auch über Blumenkohl ausgesprochen gut.

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Chia – Erdbeermarmelade ❤️

  

 Superfood ist nicht so meins. Ehrlich, ich mag gar nicht mehr hören und lesen, wie superduper irgendwelche Samen und Pülverchen sind. Man muss sich ja wundern, wie lange Veganer ohne die sauteuren Exoten überleben konnten.

Bei Chia mache ich eine Ausnahme. Gar nicht wegen des, zugegeben beeindruckenden, Nährwertes, sondern wegen der tollen Quellfähigkeit. Pudding, Müsli, Kuchen, Brote, Pfannkuchen… alles geht und alles klappt sicher. 

Heute auf diesem tollen veganköniglichen Blog gesehen und nahezu sofort nachgemacht habe ich die wundervolle, einzigartige, wiesonochniegemachte Erdbeermarmelade. Das Rezept ist ein Witz, so einfach:

•200g Erdbeeren

•100ml Flüssigkeit (im Originalrezept Apfelsaft, ich hab Wasser genommen)

• Süße, die man will, wenn man überhaupt will

•3EL Chiasamen

Alles wird gemixt/ püriert, eine Stunde in den Kühlschrank gestellt und tadaa… fertig ist eine schnelle, leckere Marmelade. Wer mag, nimmt statt Erdbeeren Pflaumen oder Orangen oder Aprikosen oder mixt wild, gibt noch Minze oder Vanille oder Tonkabohne zu; alles ist möglich.

 Bei mir hat es bis zum dritten Bissen gedauert, ehe mir diese Marmelade geschmeckt hat, aber ab da war ich richtig begeistert. So lecker! Probiert es aus; falls ihr es als Brotaufstrich nicht mögt, passt es immer noch in den Smoothie, auf den Kuchen, ins Müsli oder in den Obstsalat. So ist nichts verschwendet (0;

  

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Mein Balkonprojekt „Partielle Selbstversorgung“ 1.4

  

Langsam wird es grün auf unserem Balkon (0:

  Mein Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den Küchenkräutern, die allesamt (Basilikum ausgenommen) bestens gedeihen und ein steter Quell der Freude sind. Wir essen von April bis Oktober auf dem Balkon und ich liebe, liebe, liebe es, die Kräuter direkt aus dem Topf über das Essen streuen zu können. 

So sehr ich Basilikum liebe, stehe ich mit seinem Anbau auf Kriegsfuß. Ich habe noch keinen Basilikum gefunden, der länger als zwei Wochen bei mir überlebt. Abgesehen von dieser außergewöhnlichen, sehr leckeren, selbst gezogenen Sorte, die noch im Wohnzimmer steht:

 
 Die verschiedenen Bohnensorten tun, was sie sollen -> sie ranken.
 

Die Tomaten stehen noch immer im Wohnzimmer, wo es sonnig und gleichbleibend warm ist. Wahrscheinlich ziehen sie am Wochenende auf den Balkon um. Sie tragen schon jetzt um die 50 Früchte!

 
Last but not least mein exotisches Baby – die Minimelonenpflanze. Sie wächst und blüht jetzt ordentlich und ich bin riesig gespannt, ob sich wirklich essbare Früchte entwickeln. Sobald das Wetter beständig mild bleibt, ziehen auch sie um. Weiß vielleicht jemand, woher die komischen kleinen Pilze kommen?

   
Die Erdbeeren enttäuschen mich momentan noch ein wenig; ich sehe da nix ranken. 

Paprika, Spinat, Rucola, Kohlrabi und Pflücksalat dümpeln so vor sich hin. Notiz an mich selbst: 2016 muss ich deutlich eher aussäen/ anziehen.

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Ein Smoothie für diejenigen, die es ein bisschen bitter mögen

  

Ich mag es sehr, wenn mein Smoothie ein bisschen bitter schmeckt. Mein absoluter Liebling geht so:

Werft drei gewaschene Kumquats, eine Banane, eine Orange, drei Blätter Basilikum, ein paar Blätter Minze, ein wenig Zitronenverbene, wenn möglich noch ein paar junge Gänseblümchen in den Mixer, füllt das Ganze mit Wasser auf und mixt.

Erfrischt und macht richtig schön wach :0)

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Cashewmus aus der Muckibude

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber für mich ist Cashewmus ein absolut unersetzliches Grundnahrungsmittel. Es gibt keinen einzigen Tag, an dem es ist nicht verwende. Mein Mann, der sich derzeit ebenfalls vegan ernährt, würde wohl bei einer Cashewmusversorgungslücke in eine ernsthafte Sinnkrise geraten und wieder zu Milchprodukten greifen.

Wir haben so unfassbar viele 500g – Gläser Cashew- Mus von Rapunzel gekauft, dass wir damit zwei von diesen “ Regalen“ bauen konnten:

  
Pro Woche verbrauchen wir Minimum 500g Cashewmus und kommen somit auf ca. 50€ pro Monat (bei rund 13€ pro Glas). Das ist teuer. Und günstig gerechnet, denn fünf oder sechs Gläser pro Monat sind eher die Regel als die Ausnahme.

Natürlich kann man das Mus selbst machen, aber leider verfüge ich einfach nicht über das dafür notwendige Equipment. Ich mahle ewig und drei Tage und muss dann auch noch Öl zusetzen. Zudem leide ich ganz fürchterlich unter dem Höllenlärm, den meine Geräte verursachen. Und richtig musig wird das Mus auch nicht.

Also, ohne einen Vitamix o.ä. (den ich mir nicht einfach mal so leisten kann) ist Selbstmachen keine Option für mich und Verzicht oder Einschränkung kommen aus o.g. Gründen ebenfalls nicht in Frage. Ich bin aber auch nicht bereit, so viel Geld für einen Brotaufstrich auszugeben. Nennt mich geizig.

Nach einigen Minuten Netzsuche bin ich dann auf Cashewbutter von Myprotein bei Nu3 gestoßen und hab sie gleich bestellt. Hier kosten 500g 13,99€ (plus Versandkosten). Das ist in etwa die Hälfte dessen, was ich für das Cashewmus von Rapunzel hinlege. Dafür muss ich auch auf mindestens die Hälfte der Qualität verzichten. Zunächst einmal stammen die Cashews nicht aus biologischem Anbau, außerdem enthalten 500g Butter 4%, also 20g Pflanzenöl. Ein bißchen grob ist auch die Smoothie- Variante. Für uns war es geschmacklich okay und insbesondere für Suppen, Dips, Soßen etc. ausreichend. Aber richtig begeistert war ich nicht. 

Bei Bulk Powders habe ich dann Cashewbutter ohne jegliche Beigaben gefunden und bestellt. 500g kosten 13,79€ zuzüglich Versandkosten. Hier habe ich mal jeweils einen Topf von Myprotein und Bulk Powders verglichen und fotografiert:

 
Rechts die Butter von Myprotein sieht feiner aus, allerdings ist das eher eine optische Täuschung, die durch die Zugabe von Öl bedingt ist.

Hier die Werte: 

 

Bei der Cashwebutter von Bulk Powders wurden die Cashews vor dem Mahlen geröstet, 500g bestehen zu 100% aus Cashews. Auch hier handelt es sich nicht um Bioqualität. Zudem erfolgt die Anlieferung aus Großbritanien, was nicht jedermann verantworten mag.

Die Lieferdauer war bei beiden Shops beachtlich kurz, die Lieferung von Nu3 brauchte weniger als 24h, von Großbritanien bis Mitteldeutschland dauerte der Versand 3 Tage.

Zum Geschmack: Die Cashewbutter von Bulk Powders schmeckt um Längen besser! Das ist natürlich ein subjektives Urteil, aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es jemand anders sehen könnte (0;

(Für Erstbesteller gibt es bei Bulk Powders 5€ Rabatt (Bestellungen ab 15€) mit dem Gutscheincode ARX5CD.)

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