Wie man es schafft, auch als Veganer übergewichtig zu bleiben

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Es gab Zeiten, in denen ich dachte, vegan zu essen hieße automatisch Gewicht zu verlieren und fortan mit Untergewicht kämpfen zu müssen. Nun ja, heute weiß ich es besser. Hinter dem Begriff „vegan“ verbergen sich viele unterschiedliche Ernährungsformen und nicht alle taugen dazu, dauerhaft und gesund abzunehmen.

Wie man es garantiert nicht schafft, unwiederbringlich Übergewicht zu verlieren, habe ich selbst für euch getestet und versichere euch, dass die folgenden Tipps bei Nachahmung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich dazu führen, dass ihr auch als Veganer zuverlässig auf eurem Übergewicht hocken bleibt.

1. Bildet euch ein, vegan zu werden, würde im Prinzip kein Umdenken erfordern. Lebt weiter wie bisher und ersetzt einfach alles, was nicht vegan ist durch industriell hergestellte Ersatzprodukten. Lasst euch von Youtube inspirieren! Dort findet ihr junge, moderne Veganer, die ihre gekauften oder gesponserten Fleisch- und Käseersatzprodukte in die Kamera halten und davon schwärmen, wie lecker die nach Fleisch und Käse schmecken. Dass die Inhaltsstoffe zwar vegan, darüber hinaus aber auch aus Müll bestehen, bleibt meist unerwähnt.

2. Ignoriert die Tatsache, dass zu viel Zucker fett macht und es egal ist, ob der Zucker Vollrohrzucker, Rohrohrzucker, Ahornsirup oder Agavendicksaft heißt. Verfährt ebenso mit Weißmehl. Glaubt einfach, dass vollwertig gleichbedeutend ist mit abnehmtauglich, ganz unabhängig von den Mengen, die man in sich hinein stopft.
Esst Obst und Gemüse, wenn überhaupt nur in Verbindung mit Zucker oder Fett oder beidem.

3. Esst tagsüber wenig und unregelmäßig. Abends ist euer Körper dann so sehr an der Schmerzgrenze angelangt, dass er kurzerhand und überlebenswillig euer Gehirn ausschaltet und euch dazu zwingt, sofort Nahrungsmittel mit einer hohen Kaloriendichte aufzunehmen. Vegane Chips, Riegel, Brötchen, Pizza… Ihr wisst schon.

4. Treibt nur dann Sport, wenn es draußen schön ist. Geht nicht bei Glatteis, Kälte, Hitze, Smog oder Regen laufen. Wartet einfach ein paar Monate, bis die Umstände optimal sind.

5. Autosuggestion hilft beim Dickbleiben. Haltet fest an dem Glauben, dass die vegane Ernährung ein Selbstläufer ist. Irgendwann nehmt ihr ab, es dauert halt seine Zeit. Aber das Wunder wird geschehen…

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Über sycoraxa

Wenn ihr Lust habt, mich bei meinen Erfolgen und Rückschlägen zu begleiten und ab und zu ein einfaches, veganes Rezept zu lesen, bleibt dabei. Ich freue mich sehr über Besuch.
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5 Antworten zu Wie man es schafft, auch als Veganer übergewichtig zu bleiben

  1. aoime61 schreibt:

    Hilfreich für den richtigen Weg finde ich vor allem auch die Empfehlungen von Yoga und Ayurveda, siehe dazu zum Beispiel die Podcass von Sukadev Bretz bei Yoga-Vidya. Im letzten Blog erklärte er es ganz einfach: Vier Arten von Nahrung sind gesund: 1. Obst 2. Gemüse und Salate 3. Getreide und Vollkornprodukte 4. Hülsenfrüchte. Das nennt man „satvige“ (also gesunde) Nahrung im Ayurveda. Davon sollte man sich ernähren.
    Dann gibt es noch „rajasige“ (also unausgeglichene) Lebensmittel. Dazu gehören scharfe Gewürze, Industriezucker, schwere Fette, salzige Gerichte, Koffeingetränke, Weißmehl, überhaupt Fertiggerichte. Davon sollte man möglichst wenig zu sich nehmen. Diese machen den Geist unruhig.
    Dann gibt es noch „tamasige“ (also ungesunde) Nahrung. Das sind Fleisch, Fisch, Drogen, Alkohol. Diese sollte man ganz meiden, sie nehmen einem mehr Energie weg als sie geben.

  2. trueffelsau schreibt:

    Habe ähnliche Erfahrungen gemacht: Am Anfang meiner veganan Zeit habe ich mich zugleich neugierig und belustigt auf all die Ersatzprodukte gestürzt, also veganen Käse, vegane Salami, vegane Sahne… Zudem habe ich mit Freude festgestellt, dass Chips und Erdnussflips vegan sind… Ich habe werder zu noch abgenommen. Dies war auch nicht mein Ziel, ich wollte ja moralischer Leben. Jetzt, wo ich aber „richtiges Essen“ verwende, also nur mit natürlichen Zutaten koche, habe ich ganz langsam aber stetig abgenommen – dazu muss man sagen, dass ich zuvor überwiegend vegetarisch gelebt habe und auch viel Gemüse verwendet habe. Der Wechsel war also nicht so unter dem Motto“tausche Wurst gegen Möhre“. Aber einfach nur auf tierische Produkte verzichten ist zwar moralisch wertvoll, nicht unbedingt gesünder.
    Liebe Grüße, Trueffelsau

  3. *lach* super geschrieben!

    lg
    Maria

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