Über das Kalorienzählen

image

Mit dieser Methode nahm ich vor fünf Jahren mehr als 30kg in einem halben Jahr ab. (Ein Kilo Fett hat 7000kcal; ihr könnt euch also ausrechnen, was ich mir noch an Kalorien pro Tag zugestanden habe ;0) Ganz klar, die Methode funktioniert bombensicher, wenn man konsequent ist. Mathe und Physik sind unbestechlich.
Und dennoch würde ich sie niemandem wirklich empfehlen. Nicht als Soloinstrument, denn dafür taugt sie einfach nicht.
Kalorien unterscheiden nicht, sie sind nur eine Maßangabe, die keine Auskunft darüber gibt, ob ein Nahrungsmittel gut, so lala oder schlecht für uns ist.
Beim Kalorien zählen machst du deine Entscheidung, ob du etwas isst oder nicht davon abhängig, ob die Kalorienmenge in dein Tageslimit passt. Dabei ist die Frage nach der Verwertbarkeit des Nahrungsmittel zweitrangig. Ein Beispiel: 100g Pommes von MD haben 298kcal. Geht mal, oder? 100g Haselnüsse ( und die essen sich in Nullkommanix weg) haben 650kcal! Angesichts solcher Kalorienwerte wird wohl jeder Kalorienzähler einen Schwächeanfall erleiden und die Haselnüsse aus dem Haus verbannen. Obwohl sie natürlich weitaus gesünder sind als Pommes und gute Fette und wichtige Vitamine enthalten.
Ich habe natürlich auch keine Nüsse gegessen und kein Fett zu mir genommen. Eben nur das, was ich nicht vermeiden konnte. Da war mir egal, ob das Fett gut oder sogar lebenswichtig für mich war, es hatte einfach viel zu viele Kalorien.
Und noch eine idiotische Nebenwirkung meiner Zählerei: Wenn ich mein Tageslimit an Kalorien durch das Essen ungesunder Lebensmittel erreicht hatte, habe ich mir nichts mehr erlaubt. Keine Möhre, kein Apfel, nix. So gab es nicht selten Tage, an denen ich nicht ein gesundes Lebensmittel gegessen habe.
Obwohl ich viel über das Essen und das Essen gelernt habe (um Kalorienangaben zu lesen, guckt man ja immerhin mal auf die Rückseite der Packung und fängt an nachzudenken), konnte ich mir mein Wissen nicht langfristig zu Nutze machen. Das kam schon allein daher, weil ich mir die Aufgabe „Abnehmen“ wieder einmal so bequem wie möglich gestalten wollte und die Verantwortung und Kontrolle von mir schob. Die Zahlen, das Tageslimit waren mein Guru. „…ich laufe eine halbe Stunde, verliere 300kcal, esse, nehme 350 kcal auf, aufschreiben, rechnen, sitze herum, verliere auch dabei, esse nichts mehr, Sonntag zu Oma, da gibt es Kuchen, also hinterher hungern…“
Irgendwann war ich erschöpft, ließ das Zählen sein und nahm 20 der 30kg wieder zu.
Ich dachte seither immer ans Abnehmen, doch der Gedanke ans Kalorienzählen fühlte sich an wie eine Speise, an der man sich gewaltig überfressen hat.
Und da liegt das zweite Problem. Wer hat schon Lust darauf, sein Leben lang das Essen in Kalorien zu messen und zu addieren? Ich nicht.
Ich bin also kein Freund dieser Methode und so lehne ich auch WW ab, da es ja auf dem selben Prinzip basiert.

Aber den Stein der Weisen habe auch ich noch nicht gefunden. Hier dokumentiere ich deshalb meine Suche nach der für mich idealen, gesunden Ernährung. Ich ahne den Weg, aber ich brauche auch noch Zeit, ihn auszutreten und freue mich über jede Form von Hilfe dabei.

 

Advertisements

Über sycoraxa

Wenn ihr Lust habt, mich bei meinen Erfolgen und Rückschlägen zu begleiten und ab und zu ein einfaches, veganes Rezept zu lesen, bleibt dabei. Ich freue mich sehr über Besuch.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s